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ABI 2012- ein Thema mit Zündstoff

Der Elternbeirat des Hebel-Gymnasiums unter Vorsitz von Herrn Kai-Jörg Schulz hatte am 16. Juli 2009 zu einer Podiumsdiskussion mit hochkarätigen Teilnehmern eingeladen.

Unter der Moderation von Ralph Kühnl, TV-Journalist, diskutierten auf der Bühne für die Uni Mannheim Prof. Dr. Hermann G. Ebner (Prorektor für Studium und Lehre), IHK Rhein-Neckar Harald Töltl, Bundesagentur für Arbeit Mannheim Harry Kroiß, Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) Stephan Rebmann, Elternvertreter Ursula Duppel-Breth (Stuttgart), Duale Hochschule MA Prof. Dr. Rainer Beedgen (Prorektor - Dekan Fakultät für Wirtschaft) und Wissenschaftsministerium Dr. Harald Hagmann über die Situation wenn der doppelte Abiturjahrgang 2012 an die Universitäten strömt.


Kai-Jörg Schulz , Elternbeiratsvorsitzender

Vor über 300 Zuhörern des Podiumsgesprächs hielt Frau Ursula Duppel-Breth vom Netzwerk Baden-Württemberg Abschlussjahrgang 2012, zunächst ein Übersichtsreferat über die momentane Situation in Baden-Württemberg , gegliedert in die Zeit vor und nach ABI 2012.

Im Schuljahr 2010/2011 wird es zur gemeinsamen Kursstufe von G9 und G8 kommen. Dies ist möglich durch die Oberstufenreform 2001 für G9 und den Bildungsplan von 2004 für G8. Inhaltlich wird dies durch Vorgabe der Schnittmengen erreicht, die eine deutliche inhaltliche Entlastung zeigen. Dieser Plan ist gemeinsame Grundlage für beide Jahrgänge im schriftlichen Abitur und liegt den Schulen bereits vor. Formal ist die Kursstufe für G9 und G8 identisch.
Um nach bestandenem Abitur jedem Studierwilligen einen Studienplatz zu ermöglichen erfolgt seit 2005, in drei Abschnitten bis 2012, ein Ausbau der Studienanfängerplätze auf zusätzlich16.000.


Ursula Duppel-Breth - Netzwerk Baden-Württemberg Abschlussjahrgang 2012

Podiumsdiskussion im Hebel-Gymnasium Schwetzingen


Jeder der Podiumsteilnehmer schilderte zunächst die aktuelle Situation und die Vorbereitung auf den doppelten Jahrgang in seinem Funktions- bzw. Arbeitsbereich und antwortete auf gezielte Fragen des Moderators.
Dr. Hagmann vom Wissenschaftsministerium betonte nochmals, dass von Ministeriumsseite alles Mögliche gemacht werde um ausreichend Studienanfängerplätze zur Verfügung zu stellen. In erster Linie werden zulassungsbeschränkte Studiengänge ausgebaut, weil dort die Nachfrage am größten ist. Das gilt auch für die Medizin, wo bisher medizinnahe Studiengänge ausgebaut worden sind. In der dritten Ausbaustufe (2011/2012) werden auch die Staatsexamensstudiengänge ausgebaut werden. Dem erhöhten Lehrkräfte-, Raum- und Lernmittelbedarf im Doppelabitur werde Rechnung getragen.
Prof. Ebner von der Universität Mannheim und Prof. Beedgen von der dualen Hochschule Mannheim betonten ebenso, gut vorbereitet zu sein. Frau Duppel-Breth und Herr Rebmann (DGB) konnten dies beim heutigen Stand nicht so positiv sehen. Herr Töltl von der IHK hofft bei der momentanen Wirtschaftslage, dass sich fehlende Studienplätze nicht zu negativ auf noch vorhandene Ausbildungsplätze für Real- und Hauptschulabgänger auswirken. Herr Kroiß weist auf die Angebote der Bundesagentur für Arbeit für Abiturienten hin (Orientierungstage Rhein-Neckar).


Dr. Harald Hagmann, Prof. Dr. Hermann G. Ebner, Prof. Dr. Rainer Beedgen

Dr. Harald Hagmann, Prof. Dr. Hermann G. Ebner, Prof. Dr. Rainer Beedgen, Ralph Kühnl, Ursula Duppel-Breth, Stephan Rebmann, Harald Töltl, Harry Kroiß,


In der zweiten Hälfte des Podiumsgesprächs hatten die Zuhörer Gelegenheit Fragen zu stellen.
Es wurde diskutiert wie wenig Informationen bis zum jetzigen Zeitpunkt bei den Betroffenen angekommen sind, über Ängste und Befürchtungen bei entsprechenden Durchschnittssnoten noch weniger Aussicht auf einen Studienplatz zu haben als bisher, über Folgefragen wie fehlender Wohnraum, Plätze für soziales oder ökologische Jahr, Wehr und Ersatzdienst, Finanzierungsmöglichkeiten für das Studium.

Eines wurde allen klar: die Abiturienten des Abiturjahrgangs 2012 müssen sich gut, d.h. noch besser auf Studium oder Ausbildung vorbereiten als ihre Vorgänger. Sie sollten alle Angebote zu Informationen zeitig wahrnehmen, um den für sie richtigen Studienverlauf zu finden. Bei ihren Entscheidungen zur Studienplatzwahl sollten sie eine hohe Flexibilität zeigen, dabei sollten auch Herz und Bauch Berücksichtigung finden und sie müssen auch wissen, dass manches Wunschstudium überdacht werden muss bzw. dann anstehende Wartezeiten sinnvoll ausgefüllt werden.


Ursula Duppel-Breth, Stephan Rebmann, Harald Töltl, Harry Kroiß,

Kurzzusammenfassung der Veranstaltung

Statements


Berufsorientierung


Ausblick




Presseartikel

Schwetzinger Zeitung vom 18. Juli 2009




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